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Ausschmückungen und Lügen im Lebenslauf - was geht zu weit?

Dein Lebenslauf ist einer der wichtigsten Aspekte deiner Bewerbung. Er zeichnet deinen beruflichen, aber auch persönlichen Werdegang nach und vermittelt Personalern und Chefs einen ersten Eindruck von deiner Person und deinen Qualifikationen. Klar, dass man sich da so positiv wie möglich präsentieren will - doch welche Ausschmückungen im Lebenslauf sind erlaubt, und was geht zu weit?

Stelle dich selbst im besten Licht dar

Du bist eher bescheiden und prahlst nicht gerne mit deinen Erfolgen? Im Lebenslauf solltest du dein Licht dennoch keinesfalls unter den Scheffel stellen. Schließlich willst du damit ja überzeugen! Achte darauf, positive Formulierungen zu wählen, wenn du die einzelnen Stationen deines Werdegangs beschreibst. Darüber hinaus lohnt es sich, diejenigen Aspekte zu betonen, die für die entsprechende Stelle relevant sind.

Beispiel: In deinem letzten Urlaub hast du zwar viel am Strand gelegen, aber auch einen Spanischkurs besucht. In diesem Fall ist es durchaus legitim, das Ganze als “Sprachreise” im Lebenslauf anzuführen. Bei einer reinen Vergnügungsreise hingegen solltest du das vermeiden - erst recht, wenn du nicht über die entsprechenden Spanischkenntnisse verfügst!

Kleinere Optimierungen sind erlaubt

Für einen überzeugenden Lebenslauf ist es nicht nur erlaubt, sondern sogar empfehlenswert, über entsprechende Formulierungen ein möglichst positives Bild zu zeichnen. Oftmals bemerkst du selbst erst auf den zweiten Blick, dass du beispielsweise während deiner Arbeitslosigkeit mehr Zeit und Energie in dein Ehrenamt gesteckt hast, oder dass du während deines Praktikums selbstständig an einem Projekt gearbeitet hast. Diese Aspekte solltest du ruhig erwähnen!

Lügen sind ein No-Go im Lebenslauf

Lügen oder gefälschte Unterlagen können für dich nicht nur ausgesprochen peinlich werden, wenn du im Bewerbungsprozess auffliegst - sie sind auch illegal. Mache dir klar, dass dein Gegenüber durch gezieltes Nachfragen im Vorstellungsgespräch schnell dahinter kommen kann, dass du im Lebenslauf gelogen hast. Dies gilt zum Beispiel für massiv aufgebauschte Sprachkenntnisse: Hast du angegeben, dass dein Englisch “verhandlungssicher” ist, solltest du auch gut damit zurechtkommen, wenn während des Vorstellungsgesprächs die Sprache gewechselt wird. Und wenn ein HR-Verantwortlicher Nachfragen zu einer bestimmten beruflichen Station stellt, solltest du wissen, was dort eigentlich deine Aufgabe war.

Rechtliche Konsequenzen

Auch wenn Lügen im Lebenslauf zunächst nicht ans Tageslicht gekommen sind, können sie auch später noch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Findet dein Arbeitgeber erst nach Einstellung heraus, dass du im Lebenslauf gelogen hast, ist dies ein Grund für eine fristlose Kündigung. Darüber hinaus kann es in manchen Fällen sogar zu einer Schadensersatzklage wegen Betrugs kommen.

Fazit: Der Lebenslauf ist ein Dokument, in welchem du dich selbst und deinen beruflichen Werdegang in einem vorteilhaften Licht präsentieren darfst und auch sollst. Handfeste Lügen jedoch haben im Lebenslauf nichts verloren und können böse Konsequenzen nach sich ziehen.

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