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Jobwechsel für die Karriere?
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Häufige Jobwechsel - ist das noch Erfahrung für den Lebenslauf oder kann das weg?

Der Generation der Post-Millennials, oder auch Generation Z genannt, wurde seit ihrer Namensgebung – und ihrem Eintritt als Arbeitnehmer ins Berufsleben – ja schon einiges nachgesagt. Vor allem aber sind sie nicht nur gut informiert und hoch motiviert, sondern zeichnen sich auch durch berufliche Flexibilität aus. Vielleicht sogar mit einer zu großen Flexibilität für einige Personaler in der Arbeitswelt? Welche Stationen sind auf der Suche nach dem perfekten Job im Lebenslauf zu rechtfertigen und wie viele Jobwechsel verzeihen Arbeitgeber?

Gute Frage: Wecken Jobhopping oder häufige Jobwechsel Misstrauen bei Personalern und werden zum Nachteil für Bewerber?

Anders als ihre Elterngeneration bleiben die heutigen Young Professionals als Arbeitnehmer seltener über Jahre an ein Unternehmen gebunden. Wenn ihnen eine Stelle nicht passt, wird sie nicht passend gemacht, sondern einfach ausgetauscht. Denn junge Arbeitnehmer sind sich einig: Jobwechsel gehören in der Regel zur Karriere dazu. Doch wann sind häufige Arbeitsplatzwechsel im Lebenslauf noch gerechtfertigt und wann bewirkt dies den Eindruck von Jobhopping und wird zum Karrierekiller?

Über die Angst etwas zu verpassen

Woher weiß man eigentlich, ob man in die Generation der Generation Z fällt? Das ist eigentlich ganz einfach! Die Zeichen stehen gut, dass du in diese Kategorie gehörst, wenn du …

  1. nach 1995 geboren bist,
  2. dein digitales und analoges Leben bestenfalls nicht voneinander zu unterscheiden ist
  3. du keine Ahnung hast, was du mit deinem Leben eigentlich anfangen willst.

Aus letzterem Phänomen hat sich sogar ein eigener Begriff abgeleitet: The Fear Of Missing Out – oder kurz "FOMO" – ist das Resultat einer Gesellschaft, die sich auf nichts mehr festlegen möchte. Warum? Weil man anderswo ja etwas verpassen könnte! Wem beim Anblick der Instagram-Fotos einer Freundin schon einmal vor Neid das Herz in die Hose gerutscht ist, der weiß, wie sich das anfühlt.

Der perfekte Job ist wie das perfekte Foto

Doch FOMO hat nicht nur Auswirkungen auf das Privatleben. Mit der Angst etwas zu verpassen, geht auch immer eine gewisse Entscheidungsmüdigkeit einher. Schätzungsweise wechseln Young Professionals zu Beginn ihrer Karriere im Schnitt alle zwei Jahre den Arbeitgeber. Wie soll man sich auch für eine Berufsrichtung entscheiden, wenn einem in Zeiten des Fachkräftemangels und der Globalisierung so viele Türen offenstehen? Da ist das Job Hopping nur eine logische Konsequenz für den Arbeitsmarkt. Dennoch können sich zu häufige Jobwechsel auch negativ auswirken und bei Personalern Misstrauen und Fragen aufwerfen.

Tatsächlich sind nicht alle Jobwechsel schlecht für die eigene Karriere. Manchmal dauert es etwas länger bis der richtige Job gefunden ist – da verhält es sich beruflich wie mit Selfies. Problematisch wird es nur, wenn auch beim zwanzigsten Schnappschuss noch keins dabei war, das man als „instagrammable“ einstufen würde – oder man eben wahllos von einem Unternehmen ins andere springt, weil man immer denkt: Woanders könnte es noch besser sein.

Balance und den roten Faden finden

Generell gilt, wer mehrmals im Jahr den Arbeitgeber wechselt kommt spätestens im nächsten Bewerbungsgespräch in Erklärungsnot. Unternehmen wollen wissen, dass sie sich auf dich, deine Motivation und deine Loyalität verlassen können. Besonders hellhörig werden Personaler, wenn die Jobwechsel zunehmend im Rahmen der Probezeit geschehen. Solltest du dich in dieser Lage wiederfinden, ist es wichtig, die häufigen Wechsel am besten sinnvoll begründen zu können, ohne deine vorherigen Arbeitgeber schlecht dastehen zu lassen oder oder im Vorstellungsgespräch gar über deinen letzten Chef herzuziehen. Bleib sachlich und betone lieber, warum der Job besser zu dir und deinen Fähigkeiten und Wünschen passt.

Wer trotz häufiger Wechsel einen roten Faden findet, der die vergangen Jobs miteinander verbindet, hat hier einen entscheidenden Vorteil.

Ein Patentrezept gibt es nicht. Wichtig ist, Pro und Contra vor einem Wechsel abzuwägen und den Veränderungswunsch plausibel und authentisch erläutern zu können. Wie die Quantität von Berufswechseln zu beurteilen ist, liegt letztlich immer auch im Auge des CV-Betrachters. Am Ende solltest du einen Job wählen, der zu dir passt, auch wenn du dafür erst ein paar Richtungen ausprobieren musst. Man weiß nie, wofür eine Erfahrung einmal gut sein kann.

Du suchst noch nach der passenden Stelle für dich? Wir wüssten da was:

## Tipps: Das rät die Expertin

"Ich würde Young Professionals raten, sich selbst und der Stelle erst eine Chance zu geben. Oft braucht es eine Weile, bis man sich in die Arbeit eingefunden hat. Doch wer dabei bleibt, hat die Gelegenheit mit der Position und dem Unternehmen zu wachsen, sich weiterzuentwickeln und zu lernen. Das Leben ist aber auch zu kurz, um in einem Job zu bleiben, der mir keine Freude bereitet und in dem ich keine Zukunft für mich sehe." - Christina Spångberg, Head of Talent Acquisition