Die besten Tipps für deine nächste Gehaltsverhandlung

Money makes the world go round – deshalb verdienst du für deine Arbeit auch ein faire und angemessene Bezahlung! Wir verraten dir, wie du in Gehaltsverhandlungen am besten argumentierst und deine Gesprächspartner selbstbewusst und schlagkräftig überzeugst.

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Das Gehalt ist nur einer von vielen Faktoren bei der Wahl der richtigen Arbeitsstelle und doch spielt es eine große Rolle. Ein faires Gehalt motiviert uns täglich, unser Bestes zu geben und zeigt Wertschätzung für unsere Arbeit. Doch wie lässt sich das Wunschgehalt erfolgreich verhandeln oder der Chef von einer Gehaltserhöhung überzeugen?

Top informiert

Am Anfang steht eine umfassende Recherche, welche Gehälter in der jeweiligen Branche, Region und Unternehmensgröße üblich sind. Über Statistiken und Gehaltsvergleiche kannst du dich z.B. bei Stepstone oder Absolventa informieren. Gibt es Tarifverträge? Wie ist die finanzielle Lage des Unternehmens? Mit diesem Hintergrundwissen geht es dann weiter zur wichtigsten Frage: Welches Gehalt möchte ich mit meiner Qualifikation erhalten?

Gehaltswunsch

Am besten kommunizierst du eine Gehaltsspanne mit ein wenig Puffer nach unten. Zwar sollte dein Wunschgehalt nicht unrealistisch hoch sein, die untere Grenze sollte aber auf keinen Fall schon bei deiner Schmerzgrenze liegen. Abhängig von Position, Branche und Unternehmensgröße sind bei einer Gehaltssteigerung 3% bis 10%, bei einem Jobwechsel sogar bis zu 20% möglich.

Schlagkräftig argumentieren

Doch wie kannst du selbstsicher verhandeln und mit den richtigen Argumenten überzeugen? Bei der Verhandlung einer Gehaltserhöhung lohnt es sich, auf Projekte und Aufgaben einzugehen, die du erfolgreich gemeistert hast und damit zum Erfolg des Unternehmens beigetragen hast. Nach dem positiven Rückblick auf deine Arbeit sollte sich der Fokus auf die Zukunft richten. Welche Ziele möchtest du kurz- und langfristig erreichen, die eine Gehaltserhöhung rechtfertigen? Welche Qualifikationen und Kompetenzen hast du seit dem letzten Gehaltsgespräch erworben? Das stärkste Argument solltest du am Ende nennen, direkt gefolgt vom Gehaltswunsch.

Timing

Nicht nur überzeugende Argumente, sondern auch das richtige Timing sind ausschlaggebend für ein erfolgreiches Gespräch. Die Übernahme einer neuen Aufgabe, ein Feedbackgespräch oder ein positiver Jahresabschluss sind optimale Gelegenheiten. Spätestens alle ein bis zwei Jahre solltest du einen persönlichen Termin mit dem Vorgesetzten vereinbaren. Damit sich alle Parteien entsprechend vorbereiten können, kündige vorab an, dass es bei diesem Meeting auch um das Gehalt gehen soll. 

No Go‘s

Vergleiche mit Kollegen („Herr Müller leistet viel weniger als ich, aber verdient mehr.“) sollten unbedingt vermieden werden. Kollegen beim Vorgesetzten schlecht zu machen, ist unfair und wirft kein gutes Licht auf dich. Zudem kennst du nicht alle Vertragsdetails der anderen Mitarbeiter. Ebenso solltest du nicht versuchen, deinen Vorgesetzten im Falle einer negativen Antwort zu erpressen („Wenn Sie mir mein Wunschgehalt nicht bezahlen, kündige ich sofort.“). Eine solche Ansage erstickt jede Chance auf einen gemeinsamen Kompromiss im Keim und du zieht im Zweifelsfall den Kürzeren, wenn du deine Drohung wahr machen willst.

Konsequenzen einplanen

Trotz guter Argumente kann es passieren, dass dein Wunschgehalt nicht bekommst. Über mögliche Konsequenzen solltest du dir bereits im Vorfeld ausführlich Gedanken machen. Kommt die Stelle dann gar nicht in Frage oder ist ein Jobwechsel unumgänglich? Gibt es vielleicht andere Benefits, die das Unternehmen dir bieten kann (Zuschüsse zu ÖPNV, Mitarbeiterrabatte, Dienstfahrzeug)? Erfrage unbedingt die Möglichkeiten für eine Gehaltsanpassung zu einem späteren Termin (z.B. beim nächsten Jahresgespräch, nach der Probezeit) - nachdem du dich bewiesen hast, kannst du wieder selbstbewusst und mit guten Argumenten in die Verhandung gehen.

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